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Bücherlesen „Max Havelaar oder Die Kaffee-Versteigerungen…“

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Eine Einladung vom Anares Buchverlag Bremen im Rahmen der Neuauflage des Buches.

Wer interesse an einem guten Kaffee-Buch hat und die Lesung mitnehmen möchte hier die näheren Informationen:

Einladung zur Bremer Buch-Premiere

Lesung aus dem Buch „Max Havelaar oder Die Kaffee-Versteigerungen der Niederländischen Handels-Gesellschaft“ des Autors Multatuli

Am Dienstag, 18. November um 19 Uhr in der Villa Ichon, Goetheplatz 4, Bremen

Wir freuen uns, das wir zum Lesen Roland Kremer gewinnen konnten, einen Braunschweiger Spoken Word-Künstler, der schon an unterschiedlichen Lese- und Theaterprojekten mitwirkte. Einleitend wird Erwin Leibfried von der Deutschen Multatuli-Gesellschaft in die Biographie Multatulis einführen. Abschliessend wird noch Zeit für Fragen und Gespräche bleiben.

Zum Autor:
Multatuli, das ist das Pseudonym von Edouard Dekker (1820-1887), der in den 1840er/ 50er Jahren als Kolonialbeamter der niederländischen Verwaltung auf Java (damals Teil von Niederländisch-Indien) arbeitete.
Der in den Niederlanden recht bekannte Autor (dort zählt er auch zur Schulbuchlektüre), der zeitweilig auch in Deutschland lebte, ist hierzulande der vielleicht unbekannteste unter den bekannteren niederländischen
Schriftstellern. Jedoch gibt es in Ingelheim am Rhein ein Multatuli-Hotel, die
Multatuli-Gesellschaft führt Tagungen durch, und Multatulis Bücher werden im Niederlandistik-Studium (z.B. in Oldenburg) behandelt.

Zum Buch:
Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen schrieb Multatuli mit seinem erstmals 1860 erschienenen Buch eine flammende Anklage gegen das Kolonialsystem seiner Zeit.
Im Moralisten, der zeitbedingt teils missionarischen Eifer entwickelt, steckt dabei zugleich ein Poet, und so gilt „Max Havelaar“ mit seiner modernen Verbindung von Romanhandlung und sozialkritischem Realismus als das wichtigste niederländische Buch einer Zeit. Das Buch wirkt bis heute fort, so ist die sich für einen gerechten Welthandel einsetzende Schweizer Max-Havelaar-Stiftung nach dem Buch benannt. Von Interesse ist das Buch nicht nur literaturgeschichtlich; gerade vor dem Bremer Hintergrund mit einer durch
Kolonialwarenhandel und Kaffee-Import geprägten Wirtschaftsgeschichte liegen regionalgeschichtliche Parallelen nahe.

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Written by dole777

Oktober 31, 2008 at 2:02 pm

Veröffentlicht in kaffeeevent

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